Seelsorge im Internet?

Vielleicht scheint es noch etwas zu früh, um ein solches Projekt zu realisieren. Zudem, “Seelsorge” muss doch ein Ort der persönlichen Begegnung sein. Das Internet ist doch nur virtuell und darum unpersönlich! Dieser Einwand ist zu oberflächlich.

Zugegeben, das Internet ist nur ein Vehikel, ein Gefäss, um Gedanken weiterzutragen. Immerhin! Doch der Inhalt ist wichtig. Und etwas anderes ist im menschlichen Leben das Wichtigste überhaupt: Das, was die Herzen bewegt. Kann man im Internet darüber reden?

Das Internet(z)
Bildmaterial PixelQuelle.de

Worte, wie “Herz” oder “Seele”, was bedeuten Sie uns? – Der moderne Mensch muss sich vielleicht folgende Fragen neu stellen:

  • Gibt es ein ewiges Leben?
  • Gibt es einen Gott?
  • Ja – hat der Mensch überhaupt eine Seele?
  • Gibt es im Menschen, etwas, das wir metaphorisch mit “Herz” bezeichnen können?

Beginnen wir mit der letzten Frage. Der Mensch denkt, fühlt und handelt. Der Mensch kann sein Handeln von drei Seiten her leiten lassen:

  • Er lässt sich leiten von den Meinungen und Stimmungen anderer Menschen und gibt jeder günstigen Gelegenheit (Zweckoptimismus) sofort nach.
  • Er lässt sich von seinem Verstand leiten.
  • Er hört auf sein Herz.

Der Mensch steht vor einem Problem und will es mit seinem Verstand lösen. Aber er kommt zu keinem Ziel. Schliesslich vertraut er auf ein Gefühl, das aus seinem tiefsten Innern kommt. Und siehe da, er findet den Weg. – ...auf sein Herz hören. – Oder ein Mensch engagiert sich so intensiv für eine Sache, dass man sagt, er hat sein “Herzblut” hineingegeben.

In seinem Innern hat der Mensch etwas, das wir metaphorisch mit “Herz” bezeichnen. Aber weiter innen, im tiefsten Innersten, ist noch etwas, das Zentrum des Herzens, der Mittelpunkt der menschlichen Person. Ja, nur ein winziger Punkt, aber er ist der Schnittpunkt aller Wege und Ereignisse im Herzen. Es ist die “Seele”, die Identität des Menschen. Das Herz ist das Haus der Seele.

Einsames Herz
Bildmaterial PixelQuelle.de

Gibt es einen Gott? – Das mag man glauben oder nicht. Der Glaube ist ein Risiko. Aber was riskiert man dabei? Einfach und ohne Ironie kann man sagen: Wenn der Glaube einen Menschen glücklicher macht, warum sollte er das Risiko nicht eingehen. “... es ist einfach schön zu glauben.” So erfährt der Mensch ein Gefühl der Geborgenheit. Es ist der Weg mit Gott.

Können wir mit Gott sprechen? Von Herz zu Herz? – Ja. Wir nennen dies schlicht und einfach “beten”. Mit wem sprechen wir dann, mit Gott dem Vater, mit Jesus, dem Sohn oder mit dem Heiligen Geist? Es ist nicht leicht zu glauben, dass es eben nur ein Gott ist und nicht drei. Das bedarf der spirituellen Erklärung. Seit Jahrhunderten versuchen die Christen eine Erklärung zu finden. Nicht im Verstand finden wir sie, nein, mit dem Herzen.

Können Menschen auch direkt von Herz zu Herzen miteinander kommunizieren? – Vielleicht ja … aber es wird wohl besser sein, dies zu lassen. Telepathie wäre nämlich auch die Plattform der Täuschungen. – Jesus – die Weisheit aus dem Herzen Gottes – allein verbindet die Menschen wirklich und wahrhaftig. Menschen, die mit Jesus verbunden sind, in ihrem Herzen, sind nie allein. Er führt sie auch in jeder Wirklichkeitsstufe zusammen, auch in der Welt der virtuellen Kommunikationsmittel: Brief, Internet … Sie teilen miteinander ihre Sorgen und Ängste, aber auch Gebet und Segen.

Wenn es also einen Gott gibt und wenn der Mensch Herz und Seele hat, warum sollte es dann nicht auch ein ewiges Leben geben? Ein Leben, das aus der Ruine geboren wird, wenn die äussere Leibeshülle zerfällt? Dann ist der neugeborene Leib das Herz. Das Herz will Dauer, will Ewigkeit, und das bekommt es auch. Warum sich also nicht um solche spirituelle Gedanken und Gefühle etwas mehr kümmern? Genau das meint das Wort “Seelsorge”.irituelle Gedanken und Gefühle etwas mehr kümmern? Genau das meint das Wort “Seelsorge”.

Viele Menschen suchen Nahrung für ihr Herz – manche bewusst, viele aber auch unbewusst. Dann surfen sie einfach etwas im Internet herum. – Und jetzt? – Diese Homepage kann Ihnen vielleicht etwas mitgeben. Vielleicht schauen sie Sich einfach mal ein wenig um.

Bruder Nikolaj Bromberg
Nach oben

Zitat

Ein großer Teil der Sorgen besteht aus unbegründeter Furcht
Jean Paul (1763-1825)

Zufallsbild
Kontakt
Bruder Nikolaj Bromberg D 54516 Wittlich Bahnhofstr. 31 Tel.:06571/27610 Fax:06571/951218 Email: BruderNikolaj@gmx.de

© 2003-2008 by Gemeinde-Seelsorgedienst-Wittlich