Teil 1

Wie uns der Herr gelehrt hat (4.Mos. 6,25-26) ist aaronitischer Segen eine Zusammenfassung, ein Integral, eine Verdichtung dessen, was in vielen Stellen in den Psalmen gesagt ist: >> Der Herr segne dich und behüte dich (Ps. 121,7-8); lass leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig (Ps. 80, 4 & 8 & 20), hebe sein Angesicht über dir und gebe dir Frieden (Ps. 80, 4 ; 20 ; 69,17-18). Dieser Segen ist genau wie das >> Vater unser << ein Text, in dem die Heilige Schrift unmittelbar gegenwärtig ist.

Aber auch der Segen des Neuen Testamentes (2.Kor. 13,13) ist ein Segen, der aus der Fülle der Heiligen Schrift hervorgeht: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus (Röm.15, 33 & 16,20); die Liebe Gottes des Vaters (Röm. 5,5); und die Gemeinschaft (Phil. 2,1) des Heiligen Geistes sei mit euch allen (2. Kor. 13,13).

Der Segen ist das Wort Gottes, das uns aus der Heiligen Schrift an uns überliefert ist, und das in der Zuwendung zu dem, der gesegnet wird, lebendig wird. Der Mensch ist das Wesen des Wortes. Sie wissen, wieviel verschiedene Bezeichnungen es gibt: Das technische Wesen, das spielende Wesen, das Wesen des Wortes.

Wer sich mit der Entstehung der Sprache beschäftigt hat und die dicken Bücher mühsam durchgelesen hat, die darüber geschrieben sind, der erkennt - oder ich habe daraus erkannt - dass es keine Stammesgeschichte der Sprache gibt. Es gibt keine primitive Sprache, sondern die Sprache ist immer das Wort Gottes, es ist der Logos, es ist Gott selbst, der am Anfang als das >> Wort << zu uns gekommen ist. Der uns zu den Wesen des Wortes gemacht hat. Der uns zu sprechenden Wesen hat werden lassen, und in dem Sprechen des Menschen offenbart sich und verwirklicht sich das Bild Gottes.

Ps. 29,11: Der Herr wird sein Volk segnen mit Frieden. Phil. 1,3: Gelobt sei Gott und der Vater unseres Herrn Jesus Christus, Der uns gesegnet hat mit allerlei geistlichem Segen in himmlischen Hütern durch Christum. 1. Kor.10,16 >> hier berühren sich Sakramente und Segen << : Der gesegnete Kelch, welchen wir segnen, ist der nicht die Gemeinschaft des Blutes Christi. Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi.

Darum sagt der heilige Apostel Jakobus im dritten Kapitel, wo er von der Zunge des Menschen redet, die alles mögliche Unheil ( Jak. 3,5-6 ) anrichten kann, dass wir mit unseren Worten ( Jak. 3. 9-10 ) bedächtig umgehen, dass unsere Worte nicht zu leeren Worten werden, dass sie zum tönendem Wort werden, das bis an das Ende der Welt reicht ( Ps. 19, 5).

Ich denke auch an das stille Wort, da der Mensch ein Wort, das Gott ihm gegeben hat, in seinem Herzen bewegt . Wenn man Taubstumme sieht, die sich unterhalten, dann erlebt man voller Erstaunen, dass dieses, unser gesprochenes, tönendes, klingendes Wort durch die Zeichen der Taubstummensprache zum Ausdruck kommen kann.

Das Wort Gottes ist das schöpferische Wort, so hat Er die Welt geschaffen. Nur beim Menschen geschieht mehr, Er nimmt die Erde, den Urlehm, >> Staub der Erde << (1. Mos. 2,7), in Seine Hand und formt den Menschen daraus und bläst ihm den Atem des Heiligen Geistes ein; aber sonst ist es unmitelbar das Wort Gottes, Gott sprach - und es geschah.

Der Unterschied ist deutlich auffallend: Und Gott sprach - und es geschah also (1.Mos. 1, 6-7 & 9 & 11 & 14-15 & 20) und Gott schuf : (1. Mos. 21 & 24) aber : Und Gott sprach : >> Lasset uns Menschen schaffen, ein Bild Gottes schuf Er ihn, und schuf sie einen Mann und ein Weib (1. Mos. 126-27) . Noch deutlicher unterschieden: Und Gott der Herr machte dem Menschen aus dem Staub der Erde und Er blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und so ward der Mensch eine lebendige Seele.

Davon leben auch wir.

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