Segen und Handauflegung

Es hat Kritiker gegeben, die sich darüber gewundert haben, wie der Herr Jesus Christus zu dem mit seiner gelähmten Hand sagt: >> Strecke die Hand aus.<< (Matth. 12,13).

Wie unvernünftig! Hätte dieser Mann dem Herrn Jesus Christus nicht antworten müssen: >> Hör´ einmal, du mußt doch wissen, viele Jahre kann ich die Hand nicht bewegen, wie kannst du einen solchen Unsinn zu mir sagen.<< Das ist das schöpferische Wort Gottes, das ist kein Unsinn, es ist die vorlaufende Gnade, es ist der Segen, den der Herr uns schenkt.

So handeln wir in der Taufe wenn wir ein Menschen taufen, bitten wir den Herrn Jesus Christus, daß Er ihn segnen möchte. Darin wird unser Glaube mächtig: >> Strecke deine Hand aus << und der Gelähmte streckt die Hand aus. Solches ist auch uns gegeben, die Apostel gehen auf der Straße, da sitzt ein Gelähmter, Kranker: >> steh´auf ! << auch der Diskutiert nicht mit den Aposteln: >> Wie soll ich denn aufstehen, kann ich doch gar nicht >> er steht auf (Apg. 3,6). Das ist die Kraft des schöpferischen Wortes Gottes, das in Seinem Segen unmittelbar gegenwärtig wird.

Trotzdem ist dieses Wort auch das informative Wort, Gott teilt uns dadurch etwas mit. Darum habe ich Ihnen zuerst die beiden Segensformen aus dem Buche Moses und dem zweiten Korinther noch einmal ins Gedächtnis gerufen. Bei dem heiligen Apostel Paulus:

Segnen

>> Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.<<

Was für eine seltsame Trinitäts-Theologie ? Es muß nicht mit dem >> Vater << anfangen, wie wir das sonst tun: >> Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, << hier geschieht etwas ganz Besonderes, die Worte des Segens sind zu bedenken, zu hören, sie wollen in unseren Herzen reifen und wachsen. Die Gemeinschaft des Heiligen Geistes wird mit dem griechischen Wort >> Koinonia << beschrieben, in dem uns heute die Gemeinschaft der Gemeinde so lebendig vor Augen steht.

Das schöpferische Wort Gottes ist freies Geschenk. Nur wer klein wird, kann segnen. >> Er muß wachsen, ich aber muß abnehmen << (Joh. 3,30), je weniger der Segen meine Tat ist, umso mächtiger ist der Segen die Tat Gottes. Jemand der ganz klein geworden ist in seiner Demut, der in Fasten und Gebet, der in Schweigen und in Stille ganz und gar vor Gott fast vergangen ist, wird erfüllt mit der Kraft eines Segens und eines weisenden Wortes.

Der Herr Jesus Christus segnet vom Kreuz herab die Menschen, die ihn gekreuzigt haben: >> Vergib ihnen <<, seine Mutter, Johannes den Evangelisten. Vom Kreuze herab segnet (Luk. 23,34; Joh.19,26-27) der Herr Jesus Christus diese Welt und entreisst sie der Macht des Teufels. Er befreit diese Welt wieder zu sich selbst.

Die Welt, die den Herrn Jesus Christus am Kreuz sieht, die entstellte Welt, die aus dem Ruder gelaufen ist, die ihr Ziel verfehlt hat, wird wieder neu. Der Segen des leidenden, am Kreuze sterbenden Herrn Jesus Christus führt sie wieder zu sich selbst zurück. Im Namen Gottes wird gesegnet.

Wir bedürfen der Wiederholung.

Euer

Bruder Nikolaj Bromberg

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